Belgien (België / Belgique / B)

Landschaft

Flandern ist besonders im Westen ziemlich flach. Wallonien ist sehr hügelig. In den Ardennen gibt es viele schöne, bewaldete Täler. Im Süden der Stadt Namur befindet sich ein schönes Flusstal.

Gleich hinter der Grenze zu NRW, südlich von Eupen befindet sich ein Hochmoor-Gebiet, das Hohe Venn (frnz. Hautes Fagnes). Hier kann man auf Stegen durch das Moor laufen.

Im Hohen Venn

Im Hohen Venn

Ansonsten wird man von der belgischen Landschaft nicht gerade vom Hocker gerissen. Daher zeige ich hier ein paar belgische Kühe...

Belgische Kühe

Belgische Kühe

...und Pferde...

Belgische Pferde

Belgische Pferde

Leute

Die Belgier treten Fremden immer sehr freundlich gegenüber. Zwischen den beiden großen belgischen Volksgruppen knirscht es jedoch hier und da mal. Deswegen würde ich Flamen nicht auf französisch ansprechen und auch Wallonen nicht auf niederländisch (wozu man hierzulande auch oft "flämisch" sagt).

Bedingungen

Im Gegensatz zu den Niederlanden trifft man in Belgien selten auf Radwege. Es gibt einen Radweg an der Küstenstraße, der jedoch schlechter als die Straße und sogar schlechter als der Parkstreifen ist. Manche Straßen sind am Rand sehr klumpig und haben Schlaglöcher. Viele Autofahrer halten zudem keinen angemessenen Sicherheitsabstand. Die Beschilderung lässt des öfteren mehrere Interpretationen zu. (zumindest für den Ausländer?) An vielen Kreuzungen von Nebenstraßen bietet es sich an, die Einheimischen zu fragen, wo es lang geht, die dann freundlich Auskunft geben.

Besonders der Süden des Landes ist sehr hügelig. Die Steigungen in den Ardennen verlaufen über einen sehr langen Zeitraum konstant, sind dafür aber nicht besonders extrem.

Wildes Campen ist allein dadurch schon nicht möglich, dass auch an Nebenstraßen überall Häuser stehen. Dafür gibt es in Belgien zahlreiche Campingplätze. Aufgrund der dichten Besiedlung findet man zudem auch nur selten ein geeignetes Feldklo.

Soviel zu meinen recht bescheidenen Belgien-Erfahrungen! Ich freue mich über jedes Leser-Feedback, das ich bekomme, besonders dann, wenn es sich dabei um eine Quasi-Gegendarstellung handelt. Meinungsvielfalt ist gut!


Lieber Thilo!

Dein Bericht über das Radfahren ist wohl leider sehr negativ, einseitig und auch sehr unausführlich.

Belgien hat seit mehreren Jahren das modernste Radfahrnetz Europas, und zwar ist z.B. das ganze Kempen-Maasland beschildert und man kann auf den einsamsten Straßen von Antwerpen bis Maasmechelen und weiter nach Aachen/Deutschland mit diesem Karten-Punktesystem fahren. Wir haben innerhalb dieses Netzes kreuz und quer 8000 km in den letzten 2 Jahren zurückgelegt. Viele alte geteerte Eisenbahnstrecken bis zu 30 km lang verbinden durch Wälder verlaufend die einzelnen Fahrstreckenpunkte. Man kann sich individuell Strecken von 0 bis 100 km und mehr täglich zusammenstellen und wird durch diese sog. Knooppunte wie an einem roten Faden durch stille zu 60% autofreie gute Wege gezogen.

Da wir jeden freien sonnigen Tag in diesem Teil Belgiens und auch der Niederlande (übrigens mit dem mittlerweile gleichen Knooppuntsystem.......) mit unseren Rädern verbringen, bin ich dem belgischen Tourismus ganz privat diese Korrektur Deines Berichtes schuldig!! Du hast z.B. auch den gut ausgearbeiteten Flandern-Fietsweg nicht erwähnt!!!

Mit freundlichen Grüßen
Sibylle Piskoric