Frankreich (France / F)

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Leute

Die Franzosen sind begeisterte Europäer und französische Patrioten zugleich. Im allgemeinen sind Franzosen sehr kontaktfreudig. Man wird häufig angesprochen und nach der Herkunft gefragt. Dabei halten sie eine höfliche Distanz und sind nicht gleich so kumpelhaft wie z.B. die Spanier.

Das Erlernen von Fremdsprachen ist nicht gerade eine Stärke der Franzosen. Aber in letzter Zeit traf ich immer häufiger auf Franzosen, die ein sehr gutes Englisch sprechen konnten. Ich fasse dies als einen positiven Effekt der Globalisierung auf. Um sich mit jedem Franzosen unterhalten zu können, hilft aber doch nur ein Studium der französischen Sprache.

Bedingungen

In Frankreich gibt es viele wenig befahrene Nebenstraßen, die in gutem Zustand sind. Meistens ist die Fahrbahndecke jedoch etwas holperig. Schlaglöcher und starke Unebenheiten wird man jedoch lange suchen müssen. Die Straßen unterteilen sich in Département-Straßen und National-Straßen (Routes Nationales). Selbst die kleinsten Nebenstraßen haben immer eine ausgeschilderte Département-Straßen-Nummer, die sich beim Überschreiten der Département-Grenze natürlich ändert. National-Straßen und größere Département-Straßen sollte man nach Möglichkeit meiden. Sie sind stark befahren, zumal fast alle Autobahnen gebührenpflichtig sind. Andererseits kommt man auf solchen Straßen schneller voran, da der Fahrbahnbelag besser ist und da sie schnurgerade verlaufen. Sie eigenen sich zum Kilometerfressen, nicht zum genüsslichen Radfahren. Alle Straßen sind recht schmal und besitzen selten einen breiteren Randstreifen.

Die französischen Behörden sind offenbar der Ansicht, dass es für Autos etwas sehr Verwerfliches ist, auf dem Randstreifen zu fahren. Dementsprechend erheben sich dort gleich hohe Bürgersteige, die dem Radfahrer am Fahrbahnrand wenig Platz lassen. In einer Tempo-30-Zone mit Schikanen gibt dies dann allen Verkehrsteilnehmern den Rest.

Radwege gibt es im Land der Tour de France nur selten, überwiegend in Städten. In letzter Zeit wurden viele Bau-Projekte angeschoben, um das Radnetz zu erweitern.

Ein Radweg in Frankreich

Ein Radweg in Frankreich. Hier muss dem Trecker, der aufs Acker(!) will, die Vorfahrt gewährt werden. Hm!

Da die Beschilderung manchmal auf Nebenstraßen fehlt, ist es hilfreich, eine gute Karte bei sich zu haben, z.B. eine Michelin 1:200.000.

Frankreich bietet zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten. Es gibt viele Campingplätze, und auch wildes Campen ist an vielen Stellen möglich.

Radtransport mit der Bahn

Der Radtransport mit der Bahn (SNCF) ist in Frankreich eigentlich kein Problem. Die Fahrradmitnahme ist in vielen Regionalzügen kostenlos möglich. Auch in einigen TGVs lassen sich Fahrrad-Plätze reservieren. Der TGV ist jedoch ziemlich teuer.

In den meisten Fällen wird es für den armen Kerl am Bahn-Schalter sehr kompliziert. Das Problem ist, die richtigen Züge zu finden, die Fahrräder befördern können. Einmal saßen drei Mann eine Viertelstunde lang vor dem Monitor, um eine doch recht einfache Verbindung für mich und mein Rad zu finden. Steht die Verbindung erst einmal fest, so können die Fahrkarten aber sofort gedruckt werden. (Ganz im Gegesatz zur Deutschen Bahn AG, wo für jeden Zug erst zwei komplette Eingabemasken ausgefüllt werden müssen.)

Da der Gepäckwagen häufig ziemlich hoch liegt, sollte man das Gepäck schnell abnehmen können.